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Irkutsk

Irkutsk

Irkutsk ist das administrative Zentrum der Region. Die Stadt liegt an den Ufern der Angara, 68km vom Baikal entfernt. Sie entstand an der Mündung des Flusses Irkut, was zu ihren Namen führte. Es ist die bedeutendste Stadt der Baikalregion mit einer Bevölkerung von 596000 Einwohnern (Stand 1. Januar 1999). 90 % Russen, sonst Ukrainer, Burijaten, Tataren, Juden und andere Minderheiten. In Irkutsk gibt es 10 höhere Lehranstalten und 37 größere Unternehmen. Jeder 10 Irkutsker ist ein Student. Das Durchschnittsalter liegt bei 31,5 Jahren.


Geschichte

Irkutsk erschien Mitte des 17 Jahrhunderts erstmalig auf der Landkarte. Irkutsks Bestimmung war es das „Fenster zum Osten“ zu sein, und für Russland den Weg zum Pazifik zu ebenen. Alle Expeditionen der russischen Regierung in den Fernen Osten, Jakutien, Mongolei, China und Alaska formierten sich in Irkutsk. Von hier begann die Besiedelung der Ufer des Flusses Amur. In Irkutsk wurden Expeditionen mit Nahrungsmitteln und anderen Ausrüstungsgegenständen ausgerüstet. Unter anderem auch die zur Beringstrasse. Hier befand sich das Hauptbüro der russisch-amerikanischen Firma, die im 19. Jahrhundert erfolgreich den Handel und die Erschließung neuer Gebiete zwischen Alaska und Japan vorantrieb. Über Irkutsk fuhren die ersten Botschafter nach Peking, und Karawanen zum Handel mit der Mongolei und China. Der Großhandel im östlichen Sibirien wurde hauptsächlich von Händlern aus Irkutsk kontrolliert. Mitte des 19. Jahrhunderts war Irkutsk die größte Stadt Sibiriens und das kulturelle und administrative Zentrum einer Region, die sich von Jenisey bis zum Pazifik hin erstreckte.


Rings um den Kirov – Platz

Der Kirov Platz ist der zentrale Platz der Stadt. Nicht weit vom Platz liegt das historische Zentrum Irkutsks. Dazu gehört die Spasskaja Kirche. Mit dem Beginn des 20 Jahrhunderts wurde die majestätische Kazanskii Kathedrale auf dem Tikhvinskaia Platz errichtet. Sie war eines der größten religiösen Gebäude in Russlands. Nach der Oktoberrevolution im Jahre 1932 wurde die Kathedrale abgerissen. Ihre Trümmer wurden dazu benutzt, um den Tikhvinskaia Platz um einen Meter anzuheben.


Verwaltungsgebäude
Gebaut auf dem Platz, auf dem die Kathedrale früher stand.

Die römisch-katholische Kirche (1881-1884)
ul. (Strasse) Sukhe-Batora 1

Die Katholiken in Irkutsk waren hauptsächlich polnische Vertriebene. Zwischen den Jahren 1831 bis 1863 sendete der Zar 20000 Polen, die an einer bewaffneten Revolten beteiligt waren, nach Sibirien. Heute gibt es hier Orgelkonzerte und katholische Gottesdienste.


Spasskaja Kirche (1706-1710)
ul. (Strasse) Sukhe-Batora 2

Geöffnet von 10.00Uhr bis 18.00Uhr. Montags geschlossen. Sie war das 2 Gebäude Sibiriens, dass aus Stein gebaut wurde. Heute ist sie das älteste, noch erhaltene Steinbauwerk in ganz Ostsibirien.


Bogoiawlenskij Kathedrale (1718-1726)
ul. (Strasse) Nischhnaja Nabereschnaja 2

Diese Kathedrale zählte bis zur Einweihung der Kazanskii Kathedrale zu den Hauptheiligtümern der Stadt. Vor der Kathedrale wurden wichtige Beschlüsse und Manifeste verlesen. Hier versammelte sich das Volk zu Festtagen und in Zeiten des Elends. 1934 wurde die Kathedrale geschlossen und in ihren Gemäuern eine Bäckerei eingerichtet. Im Hauptglockenturm wurde Salz gespeichert. Seit dem wurde die Kathedrale wieder restauriert, und als Kirche reinstalliert.


Weißes Haus
ul. (Strasse) Bulevar Gagarina 24

Erbaut von den Söhnen des Irkutsker Kaufmannes M.B. Sibirjakova an der Stelle des väterlichen Hauses. Im Dezember 1917 befand sich im Gebäude das Kriegsrevolutionskomitee und die der Stab der roten Garde. Im Jahre 1918 wurde die juristische Fakultät der irkutsker Universität im Gebäude angesiedelt.


Denkmal des Imperators Alexander III (1908)
ul. (Strasse) Bulevar Gagarina/ Kreuzung ul. (Strasse) Karl-Marxa

Die staatliche Irkutsker Universität
ul. (Strasse) Bulevar Gagarina 18

Ehemals das Frauen-Institut Ostsibiriens. Das Geld für die Errichtung des Institutes vermachte ein bekannter, irkutsker Patron (E.A. Kusnetsov). Am 27. Oktober 1918 wurde das Gebäude der neu gegründeten Universität übergeben, die auch heute noch hier angesiedelt ist.


Ulitsa Karl Marxa

Es ist die Hauptstrasse der Stadt und ist auch als Ulitsa Bolschaja (Grosse Strasse) bekannt. Früher war hier die Stadtgrenze der Stadt, mit Palisaden und Palisadengraben. Die Hälfte der 50 Gebäude hier wurde vor der Oktoberrevolution errichtet. An der Kreuzung zum Gagarinbulevard befindet sich das regionale Heimatkundemuseum.


Irkutsker Heimatkundemuseum (Irkutskii Oblastnoi Kraewedchestki Musee)
ul. Karl Marxa 2

Das Gebäude wurde in den Jahren 1882-1883 im maurischen Stil errichtet. Die Mittel zum Bau des neuen Gebäudes der ostsibirischen Abteilung der Russischen Geografischen Vereinigung wurde im ganzen Land gesammelt. Auf dem Fries des Museums gibt es eine Auswahl von 22 namhaften Wissenschaftlern und Forschern, die in Sibirien und Asien forschten. In den Gemäuern des Museums arbeiteten bekannte Persönlichkeiten, wie G. Miller – Wissenschaftler und Autor des Buches „Die Geschichte Sibiriens“ – oder W.A. Obruschev – bekannter Globetrotter, Wissenschaftler und Science-Fiction Autor.


Holzarchitektur in Irkutsk

Irkutsk verfügt über eine Große Auswahl holzarchitektonischer Denkmäler des 19. Jahrhunderts. Von allen sibirischen Städten haben nur Irkutsk und Tobolsk ihr historisches „hölzernes Gesicht“ behalten. In Irkutsk kann man in vielen Ecken alte, farbprächtige Holzhäuser finden, erbaut Anfang des Jahrhunderts. Einblicke über die Holzarchitektur kann man sich in den Nebenstrassen der Stadt holen. Wenn man vom Lenindenkmal ungefähr 500m auf der Leninstrasse zur Krestovozdvizhenskaja Kirche geht, kann man das alte Irkutsk mit seiner charakteristischen Holzarchitektur bewundern. Einige der wenigen alten Strassen, die nicht im Brand von 1879 zerstört wurden, sind die Timiriaszeva Strasse, Podgornaja Strasse und Lapina Strasse neben der Krestovozdvizhenskaja Kirche.


Shastins Haus
ul. (Strasse) Engelsa 21

Das Haus wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Es war auch unter dem Namen „Spitzenhaus“ bekannt. Im Jahre 1999 wurde das Haus komplett rekonstruiert. Heute beherbergt das Haus Repräsentative des Hauses Europa.


Sukacheva´s Homestead
An der Ecke ul. Dekabrskih Sobitii und ul. Sovetskaja.

Das Homestead wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und besteht aus einer Ansammlung von Holzbauten mit einem wunderschönen Innnengarten. Hier befindet sich das ehemalige Wohnhaus von V.P. Sukachev, das in eine Kunstgalerie umgewandelt wurde. Seine Sammlung wurde die Grundlage für das Irkutsker Kunstmuseum. Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls eine Mädchenschule, die Sukachev baute, finanzierte und unterhielt. Außerdem ein Haus für die Dienstmädchen und ein Pferdestall. Das Haus in dem Vladimir Platonovich und seine Familie wohnten, wurde nicht wieder errichtet. Hier steht heute ein Panzer. Derzeit wird das „Homestead“ restauriert.


Kirchen und Kloster

Krestovozdvizhenskaia Kirche (1747-1758)
ul. Sedova 1

Sie ist eine der wenigen Denkmäler Irkutsks, die als Meisterwerk in Architekturmonografien eingegangen ist. Sie hat eine Ziegelwand mit vielen Ornamenten (Sibirischer Barock), wie man sie in Sibirien kein zweites mal findet. Die Mittel zum Bau wurden von dem Irkutsker Kaufmann und Seemann F. Scherbakov aufgebracht.


Znamesnkiii Kloster (1752-1762)

Das Kloster wurde im Jahre gegründet. Das Kloster wurde anstelle eines Holzhauses im Jahre 1762 fertig gestellt.

Nikita Bencharov
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